intervallfasten

So nimmst Du durch Intervallfasten ab und bringst auch noch deinen Stoffwechsel in Schwung.

(Stoffwechseldiät) – die meisten Diäten auf dem Markt sind unglaublich kompliziert, machen keinen Spaß oder können nicht in den Alltag integriert werden. Gerade für Berufstätige, die einige Kilos loswerden wollen, gestaltet sich eine Diät oftmals sehr schwierig. Die Folgen sind bekannt. Die meisten Diäten werden abgebrochen und im schlimmsten Fall findet man sich über die Jahre mit dem leidigen Übergewicht ab.

Das Intervallfasten verspricht hier eine einfache aber gleichzeitig geniale Lösung. Anstatt sich den ganzen Tag mit einer Diät zu gängeln, isst man an fünf Tagen ganz normal und an zwei Tagen wird gefastet. Durch diesen Rhythmus ist das Intervallfasten auch als 5:2-Diät bekannt geworden. Jedoch gibt es beim Intervallfasten auch die Möglichkeit einen anderen Rhythmus zu wählen, dazu aber später mehr.

Warum Intervallfasten?

Lange bevor wir es gewohnt waren einen Überfluss an Nahrungsmitteln regelmäßig zur Verfügung zu haben, war Fasten für uns an der Tagesordnung. In Zeiten der Jäger und Sammler mussten teilweise Tage auf die nächste Nahrungsaufnahme gewartet werden. Evolutionstechnisch steckt uns Menschen das Fasten also in den Genen.

Verschiedene wissenschaftliche Studien ergaben, dass sich durch das Fasten nicht nur der Alterungsprozess verlangsamte, sondern sich auch die allgemeine Gesundheit deutlich verbesserte. Altersbedingte Erkrankungen verringerten sich und die durchschnittliche Lebenserwartung stieg deutlich an. Zwar beziehen sich die Studien hauptsächlich auf Tiere jedoch lassen sich die Vorzüge des Intervallfastens eindeutig auch dem Menschen zuordnen. Weitere positive Auswirkungen durch das Intervallfasten waren:

  • Eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress,
  • eine Senkung des Blutdrucks,
  • ein reduzierter Insulinspiegel,
  • ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel,
  • ein reduziertes Tumorwachstum,
  • eine deutlich erhöhte Lebenserwartung bei Tieren mit Tumoren,
  • eine geringere Gefahr von Schlaganfällen,
  • eine verbesserte Nierenfunktion.

Das Intervallfasten konnte fast alle Zivilisationskrankheiten, die durch unsere moderne Ernährungsweise entstanden sind, entweder deutlich mindern oder sogar heilen. Warum das Intervallfasten diese positiven Auswirkungen auf den Organismus hat, ist unter den Wissenschaftlern noch nicht abschließend geklärt.

Aktuell gibt es verschiedene Modelle und Thesen warum Intervallfasten unter anderem die Lebenserwartung von Versuchstieren verlängerte. Eine Vermutung ist, dass durch den ständigen Wechsel von anabolen und katabolen Prozessen die Widerstandsfähigkeit der einzelnen Zellen gestärkt wird. Des Weiteren wird vermutet, dass geschädigte Stammzellen durch das Intervallfasten besser repariert werden können.

Intervallfasten Rhythmus

Wie eingangs bereits erwähnt gibt es beim Intervallfasten unterschiedliche Ansätze. Bei der 5:2-Diät gilt es fünf Tage lang zu essen und zwei Tage lang zu Fasten. Du kannst die beiden Fastentage so legen, wie es für dich am besten ist. Sinnvoll ist es jedoch die beiden Fastentage nicht hintereinander durchzuführen. Zudem ist für die meisten Menschen sicherlich das Wochenende ebenso ein schlechter Fastentag, da hier das Privatleben und das soziale Miteinander im Vordergrund steht.

Idealer Fastentag Rhythmus wäre also eventuell der Montag und der Mittwoch oder der Dienstag und der Donnerstag bzw. wahlweise der Montag und der Donnerstag.

Du siehst schon, dass das Intervallfasten bereits an dieser Stelle weitaus besser in den Alltag zu integrieren ist als jede andere Diät. Du kannst, wenn du mit Freunden unterwegs bist, ganz normal essen oder Alkohol trinken und musst den Verlockungen anderer nicht widerstehen bzw. du brauchst dich nicht zu rechtfertigen warum du nicht isst oder trinkst.

Eine weitere Möglichkeit beim Intervallfasten ist der 1:1 Rhythmus. An einem Tag ist du und trinkst du was du willst und am nächsten Tag fastest du. Am Fastentag solltest du ausschließlich Wasser und ungesüßten Tee trinken.

Bei diesem Rhythmus haben wir es also quasi mit einer FdH-Diät zu tun, die jedoch deutlich angenehmer durchzuführen ist. Ich persönlich führe diesen Rhythmus alle paar Monate über mehrere Wochen durch und muss sagen, dass sich mein Wohlbefinden durch dieser Art des Intervallfastens in Kombination mit der Stoffwechseldiät und einer anschließenden kohlenhydratarmen Ernährung deutlich verbessert hat.

Auf was muss ich beim Intervallfasten verzichten?

Ich persönlich lebe grundsätzlich eine moderate Low-Carb Ernährungsweise. Das bedeutet, ich esse im Schnitt täglich 100 g Kohlenhydrate. Wenn man bedenkt, dass der deutsche Durchschnitt bei ca. 300-400 g Kohlenhydrate täglich liegt, ist meine Aufnahme von Kohlenhydrate schon deutlich reduziert. Grundsätzlich verzichte ich auf alle Lebensmittel, die raffinierten Zucker enthalten oder auf Fertiggerichte.

Beim Intervallfasten musst du theoretischerweise auf gar nichts verzichten. Du kannst beliebig Süßigkeiten essen, in dein liebstes Fast Food-Restaurant gehen und dir regelmäßig mit allen gesunden und ungesunden Lebensmitteln den Bauch vollschlagen. Nur an den Fastentagen gilt es dann standhaft zu bleiben und wirklich nur stilles Wasser und ungesüßte Kräutertees zu trinken.

Trotzdem ist es natürlich ratsam, an den normalen Tagen vernünftig und bewusst zu essen. Eine gesunde Ernährungsweise wird nicht nur durch regelmäßiges Fasten erreicht, sondern auch durch die Aufnahme der richtigen Lebensmittel. Verzichte also so gut es geht darauf jeden Mist in dich hinein zu stopfen.

Intervallfasten die Nachteile

Das Intervallfasten klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch wie bei jeder Diät gibt es natürlich auch beim Intervallfasten einige Nachteile. Nicht jeder Mensch ist dafür geschaffen einen ganzen Tag, ohne feste Nahrung auszukommen.

Gerade in den ersten Wochen kann das ganz schön unangenehm sein und man muss sich arg überwinden nicht rückfällig zu werden. Zudem kann auch beim Intervallfasten das Privatleben einem schnell ein Strich durch die Rechnung machen. Familienfeiern, Betriebsfeiern oder einfach ein spontaner Kneipengang mit Freunden innerhalb der Woche und schon ist der selbst gewählte Fastentag Geschichte.

Zudem wird das Intervallfasten für viele nicht auf Dauer geeignet sein. Jedoch kann ein Monat Intervallfasten im Jahr schon wahre Wunder bewirken. Weiterhin ist zu sagen, dass beim 5:2 Intervallfasten sich der Gewichtsverlust in Grenzen halten kann.

Wer also schnell abnehmen will, der ist mit einer anderen Diätform, wie zum Beispiel der Stoffwechseldiät, besser beraten. Jedoch kann im Anschluss immer wieder mal eine Intervallfastenzeit eingerichtet werden.

Intervallfasten die Vorteile

Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile beim Intervallfasten deutlich die Nachteile. Alleine dass man an den normalen Tagen essen kann was man will, schlägt jede Form der Diät. Zudem lassen sich bei der Methode ein Tag Fasten und ein Tag essen sehr schnell die überflüssigen Kilos eliminieren.

In dem Augenblick wo du dann dein Wunschgewicht erreicht hast, kannst du das Intervallfasten deutlich einschränken oder in Etappen durchführen. Wenn andere zum Beispiel einen sogenannten Schummeltag einlegen fastest du lieber und isst dafür in dem Rest der Zeit normal.

Ein weiterer psychologischer Vorteil beim Intervallfasten ist, dass du auf nichts verzichten musst und 24 Stunden Fasten zeitlich sehr stark begrenzt sind. Das Ziel ist also immer sehr nahe und kurzfristig erreichbar. Ein weiterer Vorteil ist ein ganz pragmatischer – durch die Fastentage sparst du einfach eine Menge Geld.

Denn wo nichts gegessen wird, muss auch nicht eingekauft werden. Das Geld was man an den Fastentagen spart, gibt man aus der Erfahrung heraus an den anderen Tagen nicht aus. Wichtig ist im Übrigen beim Intervallfasten, dass du an den Tagen wo du normal essen darfst auch wirklich „normal“ isst und keine Völlerei betreibst. Wenn du also täglich 2000 kcal zu dir nehmen darfst, dann solltest du auch nur diese Kalorien zu dir nehmen.

Intervallfasten – das Fazit

Ich persönlich finde das Intervallfasten eine tolle zusätzliche Möglichkeit für einen gesunden Lebensstil. Wenn du noch keine Erfahrung mit dem Intervallfasten hast und noch am Anfang einer möglichen Diät stehst würde ich dir drei Schritte empfehlen. Im ersten Schritt führe ganz normal eine Stoffwechseldiät durch. Im Anschluss der Stoffwechseldiät wechsle auf eine moderate kohlenhydratarme Ernährung und kombiniere dann die kohlenhydratarme Ernährung im dritten Schritt mit regelmäßigem Intervallfasten.

 

2 Comments

  • ian

    Reply Reply 15. September 2016

    Hallo,

    ein sehr guter Beitrag zum Intervallfasten. Ich mache nun seit ca. einem Monat die 16/8 Methode und komme sehr gut damit klar. Auch meine Fortschritte können sich sehen lassen. Ich habe wesentlich mehr Energie im gefasteten Zustand als ich vorher mit einem Frühstück hatte.

    Es lohnt sich auszuprobieren!! 🙂

    Grüße, Ian

  • Jens

    Reply Reply 4. April 2017

    Hallo,
    der Artikel zum Intervallfasten ist sehr schön geschrieben.

    Seit 2 Monaten mache ich jetzt Intervallfasten in der Form 5:2.
    Allerdings nehme ich an den beiden „Fastentagen“ 600 kcal verteilt auf zwei Mahlzeiten
    zu mir. Die Erste hat ca. 200 kcal und die Zweite ca. 400 kcal.
    Auch bei mir funktioniert es wunderbar!!!
    Meine Ergebnisse seit dem Start vor 2 Monaten sehen so aus:
    • Bauchumfang -6,0 cm
    • Gewicht -7,1 kg
    • BMI -2,0
    • Körperfett -4,9 kg .
    Meine chronischen Gelenkschmerzen sind fast vollständig verschwunden, kommen nur noch manchmal schwach und für kurze Zeit wieder.
    Mein Heißhunger auf Süsses ist ebenfalls fast vollständig verschwunden.
    Wer mehr über meine Erfahrungen, lesen möchte ist herzlich eingeladen meinen Blog zu besuchen:

    https://5zu2.wordpress.com/

    Viele Grüße
    Jens

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